7.Reisetag - Do, 31.7.97
Route: 288km
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Wetter: leicht bewölkt, trocken
Erlebnisse:
Heute war wieder einmal Weiterfahrt zur nächsten Unterkunft
angesagt.
Wir legten jedoch weder Route noch Ziel genau fest, da wir absehen
konnten, daß wir wohl viele Fähren benutzen mußten und
wir nicht wußten, wieviel Zeit wir mit Warten verbringen
würden.
So kam es zum Beispiel auch dazu, daß wir uns an der Mautstation
des Tunnels nach Molde aufgrund der Maut von 30 nKr dazu
entschlossen, den Abstecher dorthin ausfallen zu lassen, weil eh
keiner genau wußte, was wir dort vorhaben.
Statt dessen nahmen wir die Stabkirche in Rødven ins Visier.
Als wir dort ankamen, begann jedoch leider gerade ein
Beerdigungsgottesdienst.
Wir machten leicht abseits der Kirche unsere Mittagspause mit
Suppe in der Hoffnung, der Gottesdienst könne bis dann vorbei
sein.
Während wir aßen, entdeckten wir jedoch, daß es sich
bei der in der Karte eingezeichneten sehenswerten Kirche gar nicht um
die handelte, in der der Gottesdienst stattfand, sondern um die
daneben.
Sie war so klein und dunkel, daß wir sie anfangs schlichtweg
übersehen hatten.
Bei der Weiterfahrt entschieden wir uns hinter Tresfjord wieder einmal
für eine ca. 20km lange Schotterstrecke.
Wir amüsierten uns köstlich über die Schilder zur
Geschwindigkeitsbeschränkung bzw. noch viel mehr über deren
Aufhebung.
Jedesmal, wenn eine Beschränkung nach einer Ortschaft aufgehoben
wurde, bedeutete das, daß nun das allgemeine Limit von 80km/h
galt.
Das war allerdings auf dieser Straße auch wirklich das maximal
Erreichbare.
Jochen fluchte ein bißchen über unsere Streckenwahl,
nahm aber unseren Vorschlag, er könne ja einen geringen Umweg in
Kauf nehmen und dafür auf Teer fahren, nicht an.
In Stranda kauften wir Lebensmittel ein und bezogen die nächste
Hütte. Als Abendessen machte ich heute ein typisch norwegisches
Sonntagsgericht (kein Witz!): Milchreis. In der langen Zeit, die ein
Milchreis unter gelegentlichem Umrühren braucht, war endlich Zeit
zum Postkartenschreiben.
Nach dem Essen und einem Spaziergang durch den Ort fuhren Manfred und
ich hinter Stranda noch auf einen Hügel, von dem man einen
schönen Blick über den Ort und den Fjord hatte.
Als es dann dunkler wurde, sahen wir noch Fledermäuse, was mich
aufgrund des langen Winters hier und dem nötigen Winterschlaf
dieser Tiere sehr wunderte.
Außerdem versuchten wir noch, mittels meiner Sternenkarte die
Handvoll sichtbarer Sterne zu identifizieren, was aber aufgrund der
hellen Dämmerung nicht so leicht war.
Übernachtung:
Hütte
Osen Camping
6200 Stranda
Tel 70 26 04 38
62°18,4' N - 006°56,9' E