10.Reisetag - So, 3.8.97
Route: 337km
- Stranda
- 60, Hellesylt
- Fähre, Geiranger
- 63, Dalsnibba
- 15, Grotli
- Mittagspause
- 15, Lom
- Besichtigung Stabkirche
- 55, Galdesand
- Gjuvvasshytta
- Galdesand
- Jotunheimen
- Sognefjell
- 55, Skjolden
- 55, Gaupne
- 55, Hafslo
- 55, Sogndal
- 55, Hafslo
|

Für die Karte gilt: Copyright © Route 66 Geographic Information Systems B.V.
Printing hard copy images is granted for internal/not-for-resale use only.
|
Wetter: anfangs leicht bewölkt, dann sonnig
Erlebnisse:
In unsere Route zum nächsten Campingplatz bauten wir die Fahrt
mit der Fähre entlang des Geirangerfjords mit ein.
Sie dauerte über eine Stunde und war recht nett.
Wir saßen zwischen den anderen Touristen auf Deck und frischten
bei den Durchsagen des Reiseführers unsere
Fremdsprachenkenntnisse auf (Norwegisch, Englisch, Deutsch,
Französisch und Japanisch).
Es wurde allerlei über den Fjord, und wie die wenigen Menschen
hier früher gelebt haben, erzählt.
Sie wohnten zwar direkt am Fjord, was aber nicht auf
gleicher Höhe hieß, sondern oft über 100m
darüber am Steilhang.
Da der Zugang nur übers Wasser möglich war, hatte dies den
Vorteil, daß manche einfach nur das notwendige Seil heraufziehen
mußten, wenn der staatliche Steuereintreiber kam.

|
| Fluß Otta
|
|
| Weg zur Juvasshytta
|
|
| Fahrt zum Abwasch
|
Für unsere Mittagpause mit Tee, Kuchen und ein paar Broten hatten
wir diesmal sogar einen richtigen Tisch.
Er stand auf einem Parkplatz neben dem wilden Fluß Otta.
Wir konnten dort in aller Ruhe unser Essen genießen, da man in
Norwegen selbst auf Rastplätzen an Hauptstrecken ungestört
bleibt.
In der Zeit, in der wir dort saßen, fuhren vielleicht 20 Autos
vorbei - traumhaft, in Deutschland wären es 200 gewesen.
Nach der Besichtigung der Stabkirche in Lom, auf die Jochen wieder
einmal verzichtete, ging es über das Sognefjell.
Dort machten wir einen Abstecher zur Juvasshytta, dem höchsten
auf Piste anfahrbaren Punkt in Norwegen.
Jochen fluchte wieder einmal ein bißchen über unsere
Streckenwahl.
Der dortige Skilift (in Betrieb) und die Hütte liegen in einer
Mulde, aus der man nicht viel sieht, aber auf dem Weg dorthin und
zurück hat man einen grandiosen, weiten Blick übers Tal
und das Jotunheimen-Gebirge bis zum Jostedalsbreen, dem
größten Gletscher Europas.
Jotunheimen heißt nicht umsonst Heim der Riesen.
Die Gebirge sind hier allerdings meist genau andersherum geformt als
in den Alpen.
In Norwegen sind die Berge oben durch Gletscherabschliff flach und
rund, dafür sind die Täler steil und spitz.
Bei der Weiterfahrt hielten wir noch einige Male an, um die Landschaft
bei prächtigem Sonnenschein auf uns wirken zu lassen.
Als wir am Lustrafjord ankamen, wo wir eigentlich beginnen wollten,
wieder nach einem Campingplatz zu suchen, hielt ich den Fjord
aufgrund seiner hellblauen Farbe fälschlicherweise für einen
See und fuhr immer weiter.
Schließlich überholte mich Manfred und wies mich darauf
hin, wo wir schon sind.
Ich habe noch nie zuvor Meer in der Farbe eines Gletschersees gesehen.
Aber der Wasseraustausch zwischen dem Meer und einem Fjord über
200km im Landesinneren ist wohl ziemlich eingeschränkt.
Da es schon spät am Nachmittag war, waren viele der Hütten
auf den Campingplätzen schon besetzt und wir mußten einige
km herumirren, bevor wir in Hafslo eine etwas teurere Hütte
(400,-nKr) bezogen.
Den Abwasch nach dem Essen erledigten wir per Motorrad, weil es so
weit war.

Der Abend war so wunderschön, daß ich mich dazu entschied,
auf der Veranda vor unserer Unterkunft im Freien zu übernachten.
Die lange Dämmerung hielt mich nach so einem schönen Tag wie
heute nicht vom Schlaf ab und die Mücken machten mir auch
kein Kopfzerbrechen mehr, seit ich festgestellt hatte, wie gut mein
Mückenschutzmittel wirkt.
Übernachtung:
im Freien vor der Hütte
Lyngmo Ungdomssenter & Camping
5810 Hafslo
Tel 57 68 43 66
61°18,4' N - 007°12,8' E
Rundgang