17.Reisetag - So, 10.8.97
Route: 53km
- Jørpeland
- Prekestolenhytta
- Bergtour
- Jørpeland
- Pause
- Leitet
- Bjørheimsbygda
- 13, Tau
- 13, Jørpeland
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Wetter: morgens einige Wolken, dann klarer Himmel und sehr warm
Erlebnisse:
Wir folgten dem Ratschlag des Platzwarts und machten heute die kleine
Wanderung zum Prekestolen.
Die Anfahrt zum Ausgangspunkt war nur ca. 10km weit.
Dadurch konnten wir bis auf die Lederjacke auf Motorradkleidung
verzichten und ersparten uns das Umziehen und Verstauen des Leders am
Parkplatz.
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| Prekestolen
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Die Wanderung selbst war nur ca. 4km lang mit 300m
Höhenunterschied und dauerte ungefähr 90 Miunten.
Wir liefen die ganze Zeit im Nebel.
Auch am Prekestolen selbst war uns zuerst der 600m tiefe Blick
senkrecht hinunter zum Lysefjord verwehrt.
Man konnte die Tiefe unter der 25m mal 25m großen,
überhängenden Felsplattform nur ahnen.
Doch im Laufe der Zeit löste die Sonne den Nebel auf und wir
kamen endlich in den Genuß des Bauchkribbelns beim Blick in die
Tiefe.
Es dauerte eine ganze Weile, bis wir uns ganz nah an die Kante
herantrauten.
Später setzten wir uns sogar ganz vorsichtig hin und ließen
ein bißchen die Beine baumeln (siehe rechte Felskante).
Der Prekestolen ist wirklich ein Erlebnis, das man in den Alpen nur
durch wesentlich beschwerlichere Touren finden kann.
Der Rückweg war schweißtreibend, da inzwischen die volle
Mittagssonne herunterbrannte.
Den Nachmittag verbrachten ich mit dem Austausch der Birnen am
Motorrad, die unsere Schotterstrecken nicht vertragen hatten, mit
Dösen in der Sonne und mit Milchreiszubereitung.
Nach dem Abendessen starteten Manfred und ich wieder einmal zu einer
kleinen Abendspazierfahrt.
Wir nahmen die Schotterstrecke nach Leitet in Angriff.
Da sie recht harmlos war, bogen wir unterwegs in einen noch kleineren
und steileren Weg ein.
Je weiter wir kamen, desto zugewachsener mit Gras war er.
Zum Schluß standen wir in einer steilen Serpentine auf
rutschigem Wiesenboden vor einem verschlossenen Gatter.
Nun hieß es: Wenden!
Das war leichter gesagt als getan auf diesem Untergrund.
Es galt, das Motorrad zu halten und Bremse und Kupplung sehr
vorsichtig zu dosieren, um nur einen Bruchteil der 98PS ans Hinterrad
zu bringen.
Ich kam dabei nochmal genauso ins Schwitzen bei bei der Tour zum
Prekestolen.
Was hätte ich für eine kleine, leichte Enduro gegeben an
dieser Stelle.
Aber ich muß ja jeden Blödsinn mitmachen, den Manfred
vorschlägt.
Die zweite Schwierigkeit war die Abfahrt den rutschigen Weg hinunter,
der bergauf so einfach war.
Die normalerweise in solchen Situationen verwendete Motorbremse half
hier gar nichts, da man nur schneller wurde, sobald man einkuppelte.
Dauernd an der Grenze zwischen Haft- und Gleitreibung war ich heilfroh
über meine schön fein dosierbaren Bremsen.
Als wir beide geschafft unten ankamen und uns ansahen, fingen wir an,
über uns selber lachen.
Ich stimme mit Manfred überein, daß das für uns die
technisch anspruchsvollste Strecke im Urlaub war.
Übernachtung:
Hütte
Fjelde Camping
4100 Jørpeland
Tel 51 74 71 51
59°01,6' N - 006°01,7' E
Rundgang