10.Reisetag - Fr, 30.6.2000

Route: 371km (GPS-Track)
Erlebnisse:
Hajo, Dagor, Mitch und ich statteten heute Barcelona einen Besuch ab. Mitch lieh sich dafür Toschas CBR aus, um einmal ein Sportmotorrad zu erfahren. Natürlich ging es auch heute nicht ohne Pannen ab. Zuerst riß Mitch den Chokezug an der CBR ab, dann ging Dagor 1km vor der Tankstelle - sie war schon in Sichtweite - das Benzin aus. Ich fuhr schnell vor, schnappte mir im Müll eine leere Plastik-Wasserflasche, und ließ sie vom Tankwart vollmachen. Er verstand gleich, worum es geht. Dann ging es endlich weiter.

Auf der Karte hatte ich eine nette kleine Straße in die Hügel nordwestlich von Barcelona entdeckt.
Es dauerte eine Weile, bis wir sie gefunden hatten.
Aber die Sucherei hat sich wieder einmal gelohnt:
Erstens hat man von dem Ort Tibidabo dort oben einen wunderschönen Ausblick über die Stadt und zweitens
kommt man über diese verschlungene Straße wesentlich schöner nach Barcelona hinein als über
irgendeine Stadtautobahn (Bilder).

Das Verkehrsgewühle in Barcelona ist nicht zu unterschätzen.
Bereits im zweiten großen Kreisverkehr auf der Diagonale - so heißt die große Hauptstraße
durch Barcelona - hatte ich die anderen verloren.
Da auch Unmengen an Rollerfahrern unterwegs waren, konnte ich sie auch nicht mehr anhand
ihrer über die Autos ragenden Helme finden.
Auch an den vereinbarten Treffpunkten Sagrada Familia (Gaudi-Kirche) und Schließfach-Raum
des Hauptbahnhofs wartete ich eine dreiviertel Stunde lang vergeblich.
Wie sich am Abend herausstellte, war genau in dem Kreisverkehr, an dem wir uns
verloren hatten, der Motor von Mitchs (Toschas) CBR ausgefallen.
Die anderen waren dann fast den ganzen Tag damit beschäftigt, die Maschine wieder zum Laufen zu
bringen, während ich gemütlich durch die Altstadt von Barcelona bummeln konnte (Bild).
Insofern war es ganz praktisch, daß ich damals noch kein Handy hatte.

Der Heimweg führte mich durch die in wunderschönes Abendlicht getauchte Hügellandschaft
vor den Pyrenäen - Entspannung und Erholung pur.
Auch dadurch daß ich nun alleine unterwegs war, konnte ich wieder einmal meinen Rythmus fahren, die
Seele baumeln und die Gedanken frei treiben lassen.

Abends am Campingplatz wurden wieder wie üblich die Routen für den nächsten Tag diskutiert.