- Sensor:
Den Sensor zurrte ich ich mir einem starken Kabelbinder an der
Gabel fest, so daß er mit nur ca. 2mm Abstand zum Geber bombenfest
sitzt. Weniger Abstand ließe sich erreichen, wenn man den Magnet
ein wenig hinterlegt, da der Abstand hier durch die etwas hervorstehenden
Schrauben der Bremsscheibenbefestigung zustande kommt, woduch man den Sensor
nicht näher am Magneten plazieren kann. Einen Nachteil hat diese Einbauvariante
allerdings auch: Da der Sensor in die Nabe hineinreicht, muß er demontiert
werden wenn man das Rad ausbaut. Hier zeigt sich ein Vorteil des Sigma
Sensors, der sich einfach runternehmen lässt.
- Magnet:
Den Geber unterzog ich diesmal einer gründlichen "Zerlegung",
bei der ich den Magneten aus der Fassung brachte. Der Magnet von dem Billigstdorfer
Tacho ist ein rechteckiger mit ca 5x7mm Kantenlänge und 3mm Stärke.
Damit passt er prima zwischen die Bremsscheiben Befestigungen auf der Nabe
der KLE. Ursprünglich ist der Magnet mit doppelseitigem Klebeband
in seine Halterung geklebt. Da das Klebeband am Magneten verblieb, ließ
er sich zu Justagezwecken prima auf der Nabe plazieren um danach mit 2Komponentenkleber
(UHU Endfest oder Henkel Stabilit) verklebt zu werden. Selbstverfreilich
habe ich die Klebeflächen vorher gründlich mit Drahtbürste
und Verdünner gereinigt.
- Kabel:
Nun brauchte ich nur noch eine Lösung um das dünne Kabel zu
schützen. Also in Baumarkt gedüst und nach den Schläuchen
gesucht die auch Autoelektriker benutzen. *Fehlanzeige* Auf in nächsten
Baumarkt. *Fehlanzeige* Auf zum Autozubehörhändler *Fehlanzeige*.
Scheinbar ist fliegende Verdrahtung grade in Mode - also mußte wohl
oder übel ein Benzinschlauch herhalten. Die Lösung hat aber auch
Vorteile, da der Benzinschlauch wesentlich dickere Wände hat und flexibler
ist.
Also das dünne Kabel in den Schlauch pfrimeln. Nachdem das Kabel
viel zu weich is braucht man dazu eine dickere "Seele" mittels der man
das dünne Kabel in den Schlauch bekommt. Also schob ich zunächst
ein Kabel mit 1,5mm2 durch den Schlauch. Dann trennte ich das Sensorkabel
ca. 10cm vorm Tacho wieder durch, verband das Kabel mit der "Seele" und
zog so das dünne Kabel durch den Schlauch.
Das Kabel, das nun ganz schön geschlaucht ist, verlegte
ich an der Vorseite der Gabel rauf bis zum Kotflügel, dann zwischen
Kotflügel und Gabel durch zum Bremsschlauch und dann den Bremsschlauch
entlang rauf zum Lenker, dort nach links zur Halterung des Tachos. Fixiert
hab ich den KabelSchlauch mit dünnen Kabelbindern. Löten war
nun wieder angesagt. Zuvor passte ich die Länge von Schlauch und Kabel
aber noch den Gegebenheiten an. Dann kam ein ca. 3cm langes Stück
Schrumpfschlauch über eines der Kabelenden. Verlötet hab ich
das Kabel ein wenig versetzt ( die Lötstellen liegen ca. 1,5cm ausseinander).
Das hat den Vorteil daß sich die Lötstellen nicht berühren
können und die Lötstelle bleibt auch recht "schlank", da die
Lötstellen nicht übereinander liegen. Die Lötstellen hab
ich nochmals mit ca 1cm langen dünnen Schrumpfschläuchen isoliert,
dann den langen, dicken Schrumpfschlauch drüber und nochmals geschrumpft.
An dieser Stelle lässt dich das ganze auch prima mit einem Kabelbinder
(ich steh auf die Dinger) am Lenker festmachen ohne daß man Gefahr
läuft, daß das Kabel vom Kabelbinder durchgequetscht wird.
- Anzeigehalterung:
Der Tacho ist links am Lenker mittels der mitgelieferten
Schraubklemmhalterung und den ebenfalls mitgelieferten Gummistreifen
montiert und hält bombenfest.
- Resüme:
Sieht professionell aus, hält gut, funktioniert
auch gut und scheint für die Ewigkeit gemacht, zumal bei einem evt.
Tachotausch Geber und Sensor an Ort und Stelle verbleiben können.
- Zum Löten:
Allen die noch keinen haben und ab und an mal
was löten wollen empfehle ich die Anschaffung eines Gaslötkolbens.
1.) braucht man keine Steckdose und muß demnach nicht das Moped ins
Wohnzimmer fahren. 2.) wird das Ding heißer als entsprechende
elektrische Lötkolben. 3.) Kann man die Gasaustrittsöffnung der
Lötspitze prima zum Schrumpfen von Schrumpfschläuchen verwenden
4.) gibts keine Kabel mehr, die "ungefähr entsprechend" lang sind
und sich dann doch als zu lang herausstellen, wodurch man dann irgendwo
einen Kabelknäuel erhält, oder noch schlimmer, zu kurz sind.
5.) für Elekroniker (aber die wissens eh): es entstehen keine Kriechströme.
- Kosten:
ca 35 ÖS (ca. 5 DM) für 5m Benzinschlauch
(reicht für 2 Mopeds) und je ca 35 ÖS (ca. 5 DM) für
je 100 dicke bzw dünne Kabelbinder, ein paar ÖS ( ~ ein paar
Mark) für Kleber. Nochmals ca. 35 ÖS (noch immer ca. 5DM) für
Schrumpfschlauchsortiment. Alles im Baumarkt erhältlich. Diese geringe
Investition lohnt sich.
- Einbaudauer:
ca. 1,5 - 2Stunden
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